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  PolizistInnen bei G8-Gipfel in Genua abgehört 2007-07-09 

Die italienische Polizei gerät wegen Gewaltanwendung beim G8-Gipfel in Genua 2001 erneut unter Druck. Einige Tageszeitungen veröffentlichten am Freitag, 06.07.2007, Auszüge in Genua abgehörter Telefongespräche zwischen PolizistInnen.

Dabei wird über die extreme Brutalität berichtet, mit dem die Polizei gegen die festgenommenen GlobalisierungsgegnerInnen vorgegangen war. "All dieses Gesindel sollte umgebracht werden. Einer ist bereits gestorben, 1:0 für uns", sagte eine Polizistin in einem Telefongespräch in Anspielung auf den von einem Carabiniere getöteten Carlo Giuliani.

Das Dossier mit den abgehörten Telefongesprächen wurde von den RechtsanwältInnen der GlobalisierungsgegnerInnen beim Prozess gegen Dutzende PolizistInnen und hochrangige PolizeifunktionärInnen vorgelegt, der derzeit in Genua läuft. Am Freitag, 06.07.2007, fand die letzte Gerichtsverhandlung vor der Sommerpause statt.

Der G8-Gifpel von Genua sorgt weiter für Konflikte in Italien. Vor zwei Wochen hatte Italiens Regierungschef Prodi den italienischen Polizeichef, Gianni De Gennaro, abgesetzt. Die Maßnahme wurde ergriffen, nachdem die Staatsanwaltschaft Genua Ermittlungen gegen De Gennaro eingeleitet hatte wegen Anstiftung zur Falschaussage in den Ermittlungen zum Polizeieinsatz. Gegen ca. 160 PolizistInnen wurden Ermittlungen wegen der Gewalttätigkeiten der Polizei bei der Durchsuchung der Hauptquartiere der AktivistInnen in den Genueser Schulen Diaz und Pascoli sowie wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kaserne Bolzaneto im Juli 2001 aufgenommen.

 
 
 
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