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  Genua: Anklage gegen Polizeichef 2008-04-01 

Fast sieben Jahre nach dem G8-Gipfel hat die Staatsanwaltschaft von Genua die Eröffnung eines Prozesses gegen den ehemaligen italienischen Polizeichef Gianni De Gennaro beantragt.

De Gennaro wird beschuldigt, den Ex-Polizeichef von Genua, Francesco Colucci, zu Falschaussagen über die Aktion der Polizei beim G8-Gipfel bewegt zu haben. De Gennaro wird Anstiftung zur Falschaussage in den Ermittlungen vorgeworfen. Wegen der von den StaatsanwältInnen in Genua erhobenen Vorwürfe war De Gennaro im vergangenen Jahr von seinem Posten als Polizeichef abberufen worden.

Der Prozess gegen das brutale Vorgehen der italienischen Polizei gegen AktivistInnen ist nun in die Endphase gelangt. Die Staatsanwaltschaft hat vor zwei Wochen insgesamt 76 Jahre Haftstrafen für 44 Angeklagte gefordert. Vor Gericht stehen 45 PolizistInnen, ÄrztInnen und Soldaten, die beschuldigt werden, die festgenommenen DemonstrantInnen in der Kaserne Bolzaneto schwer misshandelt zu haben.

Ursprünglich waren wegen der schweren Gewalttätigkeiten bei der Durchsuchung der von AktivistInnen genutzten Unterkünfte in den Genueser Schulen Diaz und Pascoli sowie um die Menschenrechtsverletzungen in der Kaserne Bolzaneto im Juli 2001 Ermittlungen gegen 160 PolizistInnen eingeleitet worden. Mehrere von ihnen wurden aber entlastet.

Quelle: derstandard.at, 31.03.2008

 
 
 
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