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  Niedrige Verurteilungen für Übergriffe bei G8-Gipfel 2001 2008-07-15 

Ein Strafgericht in Genua verurteilte am 14. Juli 2008 PolizistInnen und GefängnisbeamtInnen.

Sieben Jahre nach dem von schweren Übergriffen auf GlobalisierungsgegnerInnen geprägten G8-Gipfel in Genua sind 15 PolizistInnen und GefängnisbeamtInnen verurteilt worden. Ein Strafgericht sprach am Montag, 14. Juli 2008, nach über neunstündiger Beratung in Genua Gefängnisstrafen von fünf Monaten bis fünf Jahren aus. 30 der insgesamt 45 Angeklagten wurden freigesprochen.

Es ging in dem seit Oktober 2005 laufenden Prozess um Amtsmissbrauch, Gewalt und Misshandlungen von GlobalisierungsgegnerInnen in dem Gefängnis Bolzaneto der norditalienischen Stadt. Die höchste Strafe von fünf Jahren Haft erhielt der für die Sicherheit in dem Gefängnis verantwortliche Beamte Antonio Biagio Gugliotta.

Betroffene dokumentierten im Verfahren Schläge, Beleidigungen, faschistische Parolen und systematischen Demütigungen. Weil die Polizei behauptete dass die meisten eingesetzten BeamtInnen nicht identifiziert werden könnten wurde nur gegen leitende Kräfte verhandelt. 30 Angeklagte wurden dennoch aus "Mangel an Beweisen" freigesprochen. Der für seine Brutalität heftig kritisierte Gefängisarzt Giacomo Toccafondi erhielt lediglich 1 Jahr und 2 Monate Haft.

Die Verurteilten kündigten Berufung an. Damit würden die Strafen nach italienischem Recht verjähren. Verjährungsfristen werden während der Verhandlung nicht ausgesetzt.

weitere Infos: gipfelsoli.org/Home/Genua_2001



 
 
 
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