Größere Polizeirazzia
geplant?
In zwei Artikel aus "Die Presse" gibt darauf Hinweise, weshalb diese
hier dokumentiert werden sollen:
In der regierungsnahen konservativen
"Die Presse" erschien in der Onlineausgabe vom Montag dem 20.11.2000 ein rassistischer
Hetz-Artikel, der entweder Gerüchte oder was viel schlimmer wäre, Infos über
eine Neuauflage der Operation Spring verbreitet:
Im Wortlaut:
SÜDTIROLER PLATZ: DEALER-SZENE
NIMMT STARK ZU
Polizei-Analysen haben ergeben, daß sich die Dealer-Szene im Bereich Südtiroler
Platz/Südbahnhof derzeit die Klinke in die Hand gibt.
von Klaus Stöger WIEN.
"Auch wenn´s viele nicht gerne hören: Der Straßenverkauf von Drogen ist nach
wie vor in der Hand der Schwarzafrikaner", berichtet ein Jurist aus dem Sicherheitsbüro
der "Presse". Analysen haben nun ergeben, daß in erster Linie der Südtiroler
Platz (Wieden) un der Bereich um den Südbahnhof wieder hoch im Kurs stehen.
"Dort gibt sich die Szene derzeit die Klinke in die Hand", sagt ein Kriminalist.
Favroitens Bezirks-Chefin Hermine Mospointner: "Dieses Grätzel ist leider immer
aktuell. Ich glaube, die Polizei hat das aber, so gut es geht, im Griff." Nach
dem "Presse"-Bericht, wonach demnächst wieder eine Großrazzia geplant ist, herrscht
Verwirrung in der Polizei. "Eine Aktion ähnlich der Operation Spring verlangt
eine Vorlaufzeit. Das geht nicht von heute auf morgen", heißt es in der Chefetage.
Ermittler-Kreise gehen aber weiter davon aus, daß demnächst wieder ein größerer
Zugriff notwendig sein und auch erfolgen werde." Wir werden wohl wider den Verdrängungswettbewerb
in Gang setzen", meint ein Beamter lakonisch. Die Operation Spring hat gezeigt,
daß zwar Strukturen zerschlagen wurden, daür aber wenige Wochen später wieder
hemmungslos in einem anderen Gebiet gededealt wurde. (Ende des Artikels)
Ob bereits ein neuer vermummter
"Kronzeuge" à la Helmi für diese eventuelle Neuauflage einer rassistischen Razzia,
wie es auch die "Operation Spring" war, vorbereitet wird, verriet der Artikel
nicht.
Wir protestieren aufs energischste gegen diese rassistischen Hetzartikel, die
offensichtlich das Kostrukt Afrikaner=Drogendealer unterstützen und verbreiten
sollen!
Weiters rufen wir dazu auf, gegen jegliche rassistische Äußerungen, sei es in
der U-Bahn, am Arbeitsplatz, auf der Schule oder sonstwo mit Mut und dezitiert
einzuschreiten, sowie auch bei Polizeiübergriffen auf MigrantInnen Zivilcourage
zu zeigen und nicht weg zu sehen. :
Bereits am 15.11. erschien ein Artikel, der sich auf diese Thematik bezog:
Dealer-Unwesen
nimmt zu Polizei plant Großrazzia
Hilferufe aus den Kommissariaten erreichen vermehrt das Sicherheitsbüro: Die
Kripo-Beamten in den Bezirken können der ausufernden Dealer-Szene nicht mehr
Einhalt gebieten. WIEN.
Montag abend, 20 Uhr, U 6-Station Gumpendorfer Straße. Polizisten beobachten
einen Drogenhandel. Als die Beamten eingreifen, leistet einer der Männer sofort
Widerstand und verletzt einen Uniformierten an der Hand. Kenedy I. (20) kann
nach einer kurzen Verfolgung festgenommen werden. Rund eineinhalb Stunden später
spielt sich in der Brigittenau eine ähnliches Szene ab. Erst nach Einsatz eines
Pfeffersprays kann die Polizei einen mutmaßlichen Dealer festnehmen. Auch hier
wird ein Beamter verletzt. Die Dealer-Szene in Wien ufert aus. "Aus vielen Bezirken
kommen Hilferufe von Kollegen. Sie sind mit ihren Möglichkeiten am Ende, das
Personal fehlt", berichtet Michael Braunsperger, Suchtgiftreferent im Sicherheitsbüro.
Um den Drogenhandel auf den Straßen, der nach wie vor von Schwarzafrikanern
beherrscht wird, einzudämmen, soll wieder eine Großrazzia - ähnlich der Operation
Spring - geplant sein, hört man in Polizeikreisen. "Es gibt demnächst eine Aktion",
bestätigt Braunsperger, ohne nähere Angaben machen zu wollen. Die Zentren des
Straßenhandels mit Kokain und Heroin seien derzeit vor allem der Bereich um
die Friedensbrücke, der Stadtpark, der Südtiroler Platz und das Areal um den
Südbahnhof. Immer öfter stelle man fest, so Braunsperger, daß die Dealer ihre
Drogenkugeln nicht nur im Mund, sondern auch im After mit sich tragen. Beobachten
Beamte einen Dealer beim Verschlucken einer Drogenkugel, sind sie seit dem Sommer
verpflichtet, einen Notarzt zu verständigen, bevor sie eingreifen. (ARTIKEL
VON KLAUS STÖGER)
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