PRESSEAUSSENDUNG

6.5.1999

Tod des afrikanischen Schubhäftlings Marcus O. im Gewahrsam der Polizei

Nach dem Inkrafttreten der Fremdengesetze (regelt den Aufenthalt von Fremden in Österreich und das Asylgesetz), die menschenrechtlich schon bedenklich genug sind, werden nun durch die behördliche Praxis Flüchtlinge und Menschen afrikanischer Herkunft in den sicheren Tod geschickt.

Demzufolge mußte(?) wieder einmal ein sogenannter 25 jähriger Schubhäftling aus Nigeria auf dem Flug nach Sofia im Gewahrsam der Polizei sterben. Dieser Mann wurde von drei, ihn begleitenden, starken Polizeibeamten gefesselt und mit einem Klebeband mundtot gemacht, weil er angeblich heftigen Widerstand geleistet haben soll.

Es wird sehr oft kolportiert, daß die Polizei sich mit Menschen afrikanischer Herkunft schwertut, warum? Es fragt niemand nach der Menschenwürde. Aber diesmal sind sie zu weit gegangen! Jeder Mensch verdient Respekt! Dieser Fall zeigt die beispiellose Brutalität, mit welcher die Staatsgewalt schonungslos ausgeübt wird.

Da offensichtlich Menschenleben nicht viel bedeuten, vielleicht liegt dies an der internationalen Reputation Österreichs, fordert die afrikanische Vereinigung - PANAFA, PAMOJA, ICAP, AMIRTA - zum wiederholten Male:

DAHER PROTESTIEREN WIR AUFS SCHÄRFSTE UND EINDRINGLICHSTE GEGEN DIE ART UND WEISE; WIE HIER MIT MENSCHEN UMGEGANGEN WIRD!

HEUTE    MARCUS! MORGEN SIE! ODER WIR?


Für eine Welt ohne Rassismus
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