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Quellenangabe:
Die blinden Flecken der Globalisierungskritik (vom 24.09.2005),
URL: http://no-racism.net/article/1358/, besucht am 17.07.2018

[24. Sep 2005]

Die blinden Flecken der Globalisierungskritik

Präsentation des Attac-Readers: Die blinden Flecken der Globalisierungskritik. Gegen Antisemitismus und rechtsextreme Vereinnahmung - im Republikanischen Club am 28.09.2005.

Vor einigen Wochen musste sich SPD-Vorsitzender Müntefering Kritik gefallen lassen, als er in einer Rede Finanzinvestoren mit Heuschrecken gleichgesetzt hatte. Ebenso musste sich die IG-Metall rechtfertigen, als sie einen Cartoon in der Mai-Ausgabe ihrer Zeitung verÖffentlichte, der US-Investoren als Stechmücken mit krummer "Nase" und im grinsenden Angriff auf deutsche Fabriken darstellte.

Wer sich mit der Sprache und den Metaphern rechtsextremer und antisemitischer Ideologie auseinandergesetzt hat, wird sofort verstehen, warum solche Bilder hochproblematisch sind.

ATTAC-Österreich hat nun einen Reader zusammengestellt, der ab sofort unter www.attac.at/material als pdf abrufbar ist. Der Reader ist außerdem gratis (exklusive Portokosten) im Attac-Büro via verwaltung (at) attac.at bzw. unter 01 - 544 00 10 zu bestellen. "Gegen Antisemitismus und rechtsextreme Vereinnahmung", so lautet der Untertitel des Attac-Kongresses, der im Juni 2004 in Wien stattfand.

Für den gleichnamigen Reader konnten ReferentInnen des Kongresses und
zusätzliche ExpertInnen dafür gewonnen werden, verschiedene Aspekte des Antisemitismus, der nationalistischen Ideologie oder der rechtsextremen Argumentation leicht verständlich und gut lesbar auszuführen und zusammenzufassen. So finden sich im Reader Beiträge unter anderem von Juliane Wetzel, Norbert Trenkle, Anton Pelinka, Doron Rabinovici, Judith Sauer, Andreas Exner und Heribert Schiedel. Infokästen sowie ein kommentiertes Literatur- und Linkverzeichnis regen zur vertieften Diskussion an.

Die Präsentation erfolgt gemeinsam mit Autoren und Autorinnen des Readers.