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Quellenangabe:
Stadterforschung 1 - Flugfeld Aspern, 25.08.2007 (vom 12.08.2007),
URL: http://no-racism.net/article/2228/, besucht am 15.07.2024

[12. Aug 2007]

Stadterforschung 1 - Flugfeld Aspern, 25.08.2007

Forschungsreise per Rad in den 22. Bezirk, "Stadtentwicklungsgebiet" Flugfeld Aspern.
Samstag, 25. August 2007, Treffpunkt 14 Uhr beim Fluc/Praterstern, 1020 Wien; bei Schlechtwetter wird das ganze auf Sonntag, 26. August, verschoben, same time, same station.

Dieses Gebiet ist aus mehreren Gründen interessant:

In Aspern wurde nach österreichischer Geschichtsschreibung dem Heer Napoleons im Mai 1809 die erste Niederlage zugefügt, in französischer Geschichtsschreibung wird dieser vermeintliche österreichische Sieg jedoch negiert. ZeugInnen dieser Schlacht sind heute noch der "Löwe von Aspern", ein Steinmonument am Asperner "Siegesplatz", unweit des Asperner "Heldenplatzes".

Der Flughafen Aspern wurde 1912 eröffnet und war zu dieser Zeit der grösste und modernste Europas. Im II. Weltkrieg war das Flugfeld Aspern Luftwaffenstützpunkt für die Nazi-Flieger. 1945 wurde der Flugplatz von der Roten Armee besetzt und die sowjetische Kommandatur in Aspern eingerichtet. In den 60er und 70er Jahren wurde das Flugfeld auch als Autorennplatz benutzt. 1977 wurde der Flughafen Aspern aufgelassen, da Schwechat wichtiger wurde. Seit 1982 befindet sich dort das Werk von General Motors Austria.

Im Südosten des ehemaligen Flugfeldes befindet sich der sogenannte Holocaust-Gedächtniswald. 1987 wurde zum Gedenken an die während der Nazi-Diktatur ermordeten jüdischen Wienerinnen und Wiener für jedes Opfer ein Baum gepflanzt.

In Aspern befand sich von September 1944 bis April 1945 ein Zwangsarbeitslager für ungarische Juden. Es ist jedoch nicht klar, wo genau sich dieses Lager befand.

In den nächsten Jahren wird dort ein neuer Stadtteil Wiens gebaut, die U2 wird bis zum ehemaligen Flugfeld Aspern erweitert.


Stadterforschungstouren in Wien solls in Zukunft bei Interesse öfter geben. Aus verschiedenen Gründen interessante Orte gibt's ja genug. Also bei Interesse kommen, und wen wer was über die jeweiligen Orte weiß einfach erzählen.
Fortbewegungsmittel soll vor allem das Rad sein – wenn das Wetter es zulässt, sonst öffentliche Verkehrsmittel oder zu Fuß.