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Quellenangabe:
10. Todestag Marcus Omofuma: Nie vergessen. Wie erinnern? (vom 23.03.2009),
URL: http://no-racism.net/article/2872/, besucht am 18.10.2019

[23. Mar 2009]

10. Todestag Marcus Omofuma: Nie vergessen. Wie erinnern?

PrekärCafé: Di, 7. April 2009, W23: Wipplingerstr. 23, 1010 Wien
18.00: Treffpunkt und Austausch
20.00: Film: Here to Stay! + Diskussion zu Strategien gegen Rassismen

Marcus Omofuma wurde am 1. Mai 1999 von drei Fremdenpolizisten getötet. Er sollte nach Nigeria abgeschoben werden. Doch bereits bei der Zwischenlandung in Sofia war er tot. Die Beamten hatten ihn dermaßen geknebelt und mit Klebeband und anderen Hilfsmitteln am Sitz fest gezerrt, dass er erstickte. Seine Peiniger sind ohne Konsequenzen davon gekommen.

Am 1. Mai 2009 jährt sich der Todestag von Marcus Omofuma, der durch rassistische Polizeigewalt getötet wurde, zum zehnten Mal. Ein Anlass, um gemeinsamen über mögliche Formen des Gedenkens nachzudenken.

Das PrekärCafé ist ab 18.00 Uhr geöffnet und lädt ein, diesen Treffpunkt für den Austausch von Ideen für entsprechende Aktivitäten zu nutzen. Die Einladung ins PrekärCafé richtet sich an alle, die bereits mehr oder weniger Konkretes überlegen, planen oder auch bereits tun sowie an alle, die mitmachen möchten.

Um 20.00 Uhr steht der Film "Here to Stay!" auf dem Programm. Anschließend eine Diskussion zu Strategien gegen Rassismen. Wobei sich auch die Frage nach möglichen Formen des Erinnerns an Opfer rassistischer Polizeigewalt stellt. Vielleicht gibt dann auch bereits konkretere Vorhaben (oder Ideen aus dem Treffpunkt vor der Filmvorführung) vorzustellen.


Ab 18.00 Uhr: Treffpunkt und Austausch
10. Todestag Marcus Omofuma: Nie vergessen. Wie erinnern?

20.00 Uhr: Veranstaltung
Film :: Here to Stay! (Buch und Regie: Markus Wailand, 2008, 66min)
anschließend Diskussion zu Strategien gegen Rassismen

"Here to Stay!" setzt sich mit Rassismen in Wien auseinander. "Wien ist Welthauptstadt. Des Hauswandrassismus. Die internationale Tourismusmetropole versinkt in rassistischen Beschmierungen.", ist auf der Website zum Film zu lesen. Doch es gibt Widerstand dagegen. Der Film macht sich "auf die Suche nach den rassistischen Hetzern" und dokumentiert ebenso antirassistische Aktivitäten gegen den Wiener Hauswand- sowie Alltagsrassismus. Aktivist_innen der Schwarzen Community forschen nach Ursachen und entwerfen Gegenstrategien. Hier übermalen Anrainer_innen rassistische Beschmierungen, dort kratzen Aktist_innen ebensolche vom Denkmal für Marcus Omofuma. Immer und immer wieder. Jahraus, jahrein.

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// Treffpunkt und Austausch.
// Film und Diskussion.
// Kaffe und Kuchen.
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// Ort: PrekärCafé, W23: Wipplingerstraße 23, 1010 Wien
// Zeit: Café ab 18.00 Uhr, Veranstaltungsbeginn 20.00 Uhr
// Web: http://www.prekaer.at
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PrekärCafé


Jeden ersten Dienstag im Monat findet in der W23 das PrekärCafé statt. Das Café ist ab 18 Uhr geöffnet, Veranstaltungsbeginn ist 20 Uhr. Das PrekärCafé ist aus der EuroMayDay Bewegung entstanden und fokussiert auf die Auseinandersetzung mit der Prekarisierung von Arbeits- und Lebensverhältnissen. Das PrekärCafé soll neben und durch Veranstaltungen ein Raum für kooperative Kreativität und theoretische Neuerfindung, soziale Archäologie und Organisierung, genauso wie Raum für Vielheiten sowie Überlappung offener und geschlossener Zusammenhänge sein. Das PrekärCafé findet in den Räumlichkeiten W23 - Wipplingerstraße 23, 1010 Wien (entweder von der Wipplingerstraße die Stufen in den Halbstock runter oder vom "Tiefen Graben" bei der Brücke die Stufen rauf) statt.

Web: http://www.prekaer.at
Newsletter: https://www.lnxnt.org:8090/mailman/listinfo/prekaer