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Quellenangabe:
Neonazistischer Angriff auf Teilnehmer_innen der Budapest Pride (vom 19.06.2011),
URL: http://no-racism.net/article/3839/, besucht am 23.09.2020

[19. Jun 2011]

Neonazistischer Angriff auf Teilnehmer_innen der Budapest Pride

Eine Aussendung der ÖH Uni Wien zu den Ereignissen nach der Budapest Pride. Bei der Abreise von rund 50 Aktivist_innen kam es zu einem Übergriff von Neonazis. Die Polizei unterstützte letztere, schikanierte die Pride Teilnehmer_innen und nahm zwei Aktivist_innen fest.

ÖH Uni Wien: Neonazistischer Angriff auf Pride-Teilnehmer_innen
Utl.: Faktendarstellung rund um die rechten Angriffe auf Teilnehmer_innen, bei Heimfahrt von Budapest Pride =
Am 18.6. nahmen ca. 50 Aktivist_innen aus Österreich an der Gay and Lesbian Pride in Budapest teil, um ein solidarisches Zeichen gegen Homophobie, Antiziganismus und Rassismus zu setzen.

Nach Ende der Pride machten sich die Aktivist_innen aus Österreich auf den Weg zum Bus, als sie von ca. 15 Neonazis physisch als auch mit einem bestialisch stinkendem Spray attackiert wurden. Beim Eintreffen der Polizei, behaupteten die Neonazis jedoch, sie wären von den antihomophoben Aktivist_innen angegriffen worden. Daraufhin wurden alle Aktivist_innen, die inzwischen in den Bus geflüchtet waren von der Polizei brutal aus dem Bus gezerrt. Ihnen wurden die Pässe abgenommen und sie wurden anschließend einzeln den Neonazis vorgeführt. Diese identifizierten willkürlich zwei Teilnehmer_innen als vermeintliche Täter_innen.

"Der skandalöse Vorfall verdeutlicht ein weiteres Mal, dass Lesbisch-schwul-trans* Aktivist_innen massiv von der Polizei schikaniert und kriminalisiert werden. Er ist exemplarisch für die politische Situation in Ungarn, in der die extreme Rechte seit geraumer Zeit massive Zuwächse verzeichnen kann.", zeigt sich das Vorsitzteam der ÖH Uni Wien empört und bestürzt ob des Vorfalls.

Seit Jahren wird die Pride in Budapest, wie auch in anderen osteuropäischen Städten, nicht nur von verbalen Attacken begleitet, sondern auch von Gegendemonstrant_innen physisch angegriffen, mit Steinen und Eiern beworfen und eingeschüchtert. Auch in diesem Jahr brauchte es massive Polizeipräsenz, Securities und Ordner_innen um die Parade zu schützen. Die Parade selbst verlief heuer zwischenfallsfrei.

Rückfragehinweis:
ÖH Uni Wien - Öffentlichkeitsarbeit
Johanna Pisecky: 0680 20 80 370
Lucia Bischof: 0676 97 18 993