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Quellenangabe:
Neuigkeiten nach Charles Entlassung (vom 01.07.2002),
URL: http://no-racism.net/article/396/, besucht am 17.06.2024

[01. Jul 2002]

Neuigkeiten nach Charles Entlassung

Interviews, Initiative zur Verleihung der Österreichischen StaatsbürgerInnenschaft für Charles, Aufenthaltsverbot: Aufschiebende Wirkung

Charles Ofoedu im Interview mit Malmoe über rassistische Kontinuitäten und die nachhaltigen Folgen der "Operation Spring" (Ausschnitt)

"Wenn ich von Widerstand spreche, wird es wieder heißen: "Charles ruft zu Widerstand auf", also sollte ich mich wohl anders ausdrücken. (lacht) Ich glaube, es ist wichtig, Repräsentation zu forcieren. Es braucht einen Dialog und demokratische Aktivitäten, Demonstrationen, die Leute müssen auf die Strasse gehen. Ich habe auch für Afghanistan gefordert: Dialog statt Krieg. Widerstand muss wirklich versucht werden. In Diskussionen, Vorträgen, Theaterstücken müssen Alternativen aufgezeigt werden. Widerstand ohne Alternativen ist sinnlos. Und wenn der Gegner keinen Kompromiss will, so wird das wenigstens klar."

Die Zeitschrift Unique interviewte Charles Obiora C-Ik Ofoedu kurz nach seiner Entlassung aus der Schubhaft über Österreich, die Kriminalisierung der afrikanischen Community und die Möglichkeiten des Widerstandes.
"Ich wurde illegal gemacht"


Aufenthaltsverbot: Aufschiebende Wirkung
Dem Antrag von Charles Ofoedu beim Verfassungsgerichtshof, seiner Beschwerde aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, wurde Folge gegeben. Er erhielt das offizielle Schreiben am Montag, dem 26.11.2001.

Dennoch ist es für Charles noch nicht durchgestanden. Die aufschiebende Wirkung wäre erschÃŒpft, wenn auf Rechtmäßigkeit eines Aufenhaltverbotes durch die unabhängigen GerichtshÃŒfe erkannt würde.

Mittlerweile wurde eine Initiative zur Verleihung der Österreichischen StaatsbürgerInnenschaft für Charles gestartet. Siehe Bericht im widerstandMUND >>>

Am 23.11. wurde in 3sat ein Bericht über den internationale PEN-Club, in den Charles vor aufgenommen wurde, ausgestrahl. Der PEN-Club kÃŒmmert sich im Rahmen seines Projekts WRITERS-IN-PRISON um verfolgte Schriftsteller.
www.writersinprison.org