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Quellenangabe:
Gute Stimmung und Solidarität am dritten Tag des Refugee Protest Camps (vom 26.11.2012),
URL: http://no-racism.net/article/4287/, besucht am 23.01.2020

[26. Nov 2012]

Gute Stimmung und Solidarität am dritten Tag des Refugee Protest Camps

Die protes- tierenden Refugees im Sigmund Freud Park konkreti- sieren ihre Forderungen, Ute Bock und Josef Hader solidarisieren sich mit den Protesten. Gleichzeitig schikaniert die Polizei Antifaschist_innen beim Besuch der FPÖ-Führung im Flüchtlingslager Traiskirchen. Am Nachmittag beteiligen sich 250 an einer Solidaritäts- kundgebung mit dem Protestcamp vor der Universität Wien.
Demonstration: Dienstag, 27.11., Treffpunkt 14 Uhr im Protestcamp

Das Versammlungszelt in der Mitte des Refugee Protest Camps ist gut gefüllt. Geflüchtete Aktivist_innen, Unterstützer_innen und Journalist_innen sind zur Pressekonferenz erschienen. "We want our rights", das kommunizieren die Refugees einmal mehr. Die :: bestehenden Forderungen haben sie wiederholt, [:: zwei dringende neue sind hinzugekommen:

:: Audiomitschnitt der Pressekonferenz

Trotz einsetzenden Nieselregens war die Stimmung gut und das Camp voll. Ute Bock und der Josef Hader kamen zum Protestcamp und erklärten ihre Solidarität mit dem Protest der Refugees.

:: Audiomitschnitt der Statements

Gleichzeitig schikanierte die Polizei Antifaschist_innen, die in Traiskrichen gegen die FPÖ und deren Besuch im überfüllten Flüchtlingslager protestierten. Sie störten Interviews der FPÖ-Führungsrige um HC Strache, Barbara Rosenkranz und Harald Vilimsky mit Sprechchören und trugen ein Transparent: "Rassismus tötet". Die Polizei drängte sie aus der Einfahrt des Lagers, als die Gruppe zum Bahnhof aufbrach, begleitete sie ein Aufgebot. Kaum waren sie um die nächste Ecke und außer Sichtweite der Pressekameras, umstellte die Polizei die Gruppe und kontrollierte alle Personalien, ob aufgrund des Fremdenpolizeigesetzes oder wegen der unangemeldeten Versammlung, war unklar. In Ermangelung von Schreibgerät fotografierten die Polizist_innen die Ausweise der Antifas und begleitete sie noch weiter durch die Stadt.

Am Nachmittag fand in der Nähe des Protestcamps vor der Universität Wien um 16 Uhr eine Solidaritätskundgebung von Studierenden statt. Die Kundgebung war sehr kurzfristig angekündigt worden und trotzem kamen mehr als 250 Leute. Einige Flüchtlinge erzählten über das Protestcamp und schilderten ihre Forderungen. Viele der Teilnehmer_innen kamen nachher mit aufs Camp, wo die Stimmung gut war.



Demonstration am Dienstag, 27. November 2012


Für Morgen, Dienstag ist eine weitere Aktionen geplant: Um 14:00 Uhr ist Treffpunkt im Protestcamp. Von dort wird eine Demonstration vorbei zum Parlament und anschließend zum Innenministerium ziehen.