no-racism.net Druckversion

Quellenangabe:
Wir fordern unsere Rechte! - Demonstration zum UNHCR Büro (vom 09.12.2012),
URL: http://no-racism.net/article/4310/, besucht am 21.04.2024

[09. Dec 2012]

Wir fordern unsere Rechte! - Demonstration zum UNHCR Büro

Demons- tration des Refugee Protest Camps zur UNO-City am Montag, 10. Dezember 2012. Auftakt: 12 Uhr, Protestcamp im Sigmund-Freud-Park (U2 Schottentor) in Wien.
:: Flyer als pdf

Nach zwei Wochen Protest-Camp bei Kälte und Frost rufen wir, die Refugees, die am 24. November mit einem Protestmarsch von Traiskirchen nach Wien gekommen sind, zur Demo zur Wiener UN-Zentrale auf. Die österreichischen Politiker*innen und Institutionen weigern sich bis heute, auf unsere Forderungen einzugehen. Deswegen wollen wir, die BewohnerInnen des Refugee Protest Camps nun unsere Forderungen auf eine internationale Ebene heben und dem UN-Flüchtlingswerk UNHCR überbringen.

Wir gehen jetzt zu den Vereinten Nationen, weil die österreichischen Institutionen uns keine Antwort geben wollen. Wir erwarten vom UNHCR, dass er weltweit für die Menschenrechte von Flüchtlingen eintreten muss und unseren Forderungen Gehör schenken und uns dabei unterstützen, unsere Rechte zu bekommen.


Folgende zentrale Forderungen werden wir dem UNHCR unterbreiten:

* Wir fordern Asyl für alle unsere Fluchtgründe. In unseren Ländern gibt es aus vielen verschiedenen Gründen kein sicheres Leben für uns.

* Wir fordern das Recht, zu arbeiten.

* Wir wollen Zugang zu Deutschkursen und Ausbildung.

* Wir wollen nicht in Lagern, sondern an menschenwürdigen Orten leben.

* Wenn Österreich sich weigert, uns aufzunehmen, fordern wir von den Institutionen der UN, dafür zu sorgen, dass unsere Fingerabdrücke gelöscht werden und uns dabei zu unterstützen, in ein sicheres Land weiterzureisen, wo wir leben und bleiben können.

Wir sind ca. 50 Geflüchtete, die bis heute im Sigmund Freud Park ausharren, nachdem viele in die verschiedenen Bundesländer zwangstransferiert wurden. Wir kämpfen weiter und versichern der Regierung, dass wir uns nicht kleinkriegen und aussitzen lassen. Sie müssen aufhören, mit AsylwerberInnen und Flüchtlingen in Österreich Ping Pong zu spielen. Wenn unsere Forderungen nicht erfüllt werden, wird es morgen auch in anderen Städten und Regionen Österreichs Protestcamps geben.

Kommt zur Demo, zeigt Solidarität mit kämpfenden Flüchtlingen!
Unterstützt unser Refugee Protest Camp Vienna!

No border, no nation, stop deportation!