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Quellenangabe:
Solidarität mit geflüchteten Frauen praktisch werden lassen! (vom 04.08.2015),
URL: http://no-racism.net/article/4792/, besucht am 21.02.2020

[04. Aug 2015]

Solidarität mit geflüchteten Frauen praktisch werden lassen!

Die Initiative "Support RefugeeWomen in Traiskirchen" ruft zur solidarischen Unterstützung der geflüchteten Frauen im Lager Traiskirchen auf.
Kundgebung & Frauenraum & Verteilaktion & musikalisches Programm am Mittwoch, den 5.8. ab 11 Uhr in Traiskirchen vor dem Lager.

Aufgrund der katastrophalen Bedingungen im Lager, die die Politik zu verantworten hat, organisieren wir diese Aktion.

(Wenn welche aus Wien mit eigenen autos mitfahren wollen: um 9 Uhr Treffpunkt für gemeinsame Abfahrt im autonomen Frauenzentrum - Währingerstr. 59/ Eingang Ecke Prechtlg.; um 10 Uhr wollen wir losfahren!)

Am Dienstag von 10 - 13 Uhr und 17 - 19 Uhr können dort noch Sachen abgegeben werden. Ihr könnt uns beim sortieren helfen! Um 11 Uhr gibts eine gemeinsame Besprechung! Das Frauenzentrum ist nur für Frauen zugänglich, die Aktion ist offen..


Weltweit sind mehr als die Hälfte der Geflüchteten Frauen, die jedoch öffentlich wenig sichtbar sind.

Seit Wochen schlafen 1500 bis 2000 Menschen unter freiem Himmel, teilweise ohne Matten, Schlafsäcke oder Zelte. Viele schlafen auf Pappkartons oder Zeitungspapier. Eine Frau erzählt, dass alle Sachen nass geworden sind und ihre Kinder deswegen erkrankt sind. Schwangere Frauen werden gezwungen draußen zu schlafen.

Den Menschen ist es untersagt, die sanitären Einrichtungen (die ohnehin spärlich sind) im Inneren zu verwenden. Laut Erzählungen gibt es keine geschlechtergetrennten Toiletten mehr. Die paar Klos, die draußen aufgestellt worden sind, können nicht verschlossen werden. Es gibt zu wenig Toiletten, Wasch- bzw. Duschmöglichkeiten. Ganz zu schweigen von Privatssphäre oder "geschützen" Räumen für Frauen. Es gibt keine Aufenthaltsräume, keine Rückzugsräume. Keinen Internetzugang.

Es werden zu wenig (oder keine) Hygieneartikel ausgegeben. Es fehlt an Binden, Tampons, Seifen, Handtüchern und Babynahrung.

Die medizinische Versorgung ist unzureichend bis nicht vorhanden. Ein Mann erzählt uns, dass er 5 Stunden auf ein Pflaster warten musste. Jemand anderer erzählt, dass der Arzt sie wieder wegschickt mit den ungefähren Worten "so schlimm ist das ja nicht, gehen sie wieder…".

Viele haben Angst zum Arzt zu gehen, da sie fürchten wegen einer langfristigen Behandlung (zB.: Physiotherapie) nicht in andere "Quartiere" überstellt zu werden und ewig in Traiskirchen bleiben zu müssen.

Mal abgesehen davon, dass das Recht auf eine menschenwürdige Unterkunft mit Füßen getreten wird, ist es nicht zumutbar, dass Geflüchtete nicht selbst bestimmen können wo (an welchem Ort) sie leben wollen. Laufend finden so genannte Tranfers statt. Die Menschen werden wieder auseinander gerissen und isoliert.


Die Bedingungen im Lager müssen sofort geändert werden!
Für eine ausreichende Grundversorgung!
Für eine frauenspezifische Versorgung!
Für die Annerkennung frauenspezifischer Fluchtgründe
Stopp Dublin - Löschung der Fingerabdrücke!
Stopp alle Abschiebungen und "freiwillig" - erzwungene Rückführungen
Bewegungsfreiheit für alle - Passport für Alle!
Häuser und Wohnungen den Geflüchteten und den Menschen, die sie bauen und brauchen!
Für einen selbst bestimmten Wohnort!
Schließung aller Lager!
Leerstand besetzen - Kapitalist_innen enteignen - Wohnraum umverteilen!
Kostenlosen Zugang zur medizinischen Versorgung!
Gleichberechtigten Zugang zum Arbeitsmarkt und zur Bildungseinrichtungen!
Annerkennung der Ausbildung im Herkunftsland!
Kostenlose Deutsch- und Sprachkurse auf freiwilliger Basis!
Gleiche Rechte für ALLE! Stop War - Stop deportations!





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