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Quellenangabe:
Internationaler Aktionstag: Nein zur Festung Europa! (vom 08.11.2015),
URL: http://no-racism.net/article/4985/, besucht am 29.01.2020

[08. Nov 2015]

Internationaler Aktionstag: Nein zur Festung Europa!

Am Samstag, 14. November 2015, finden in Wien und Linz Kundgebungen gegen die Festung Europa und gegen die Zaun-Pläne der Regierung statt.

Aufruf des Bündnis "Linz gegen Rechts" zu einer Kundgebung in Linz am 14.11.2015


Internationaler Aktionstag: Nein zur Festung Europa!

Das Bündnis "Linz gegen Rechts" lädt alle Menschen jeden Alters und aus allen Gesellschaftsschichten, Jugendliche, Familien und PensionistInnen dazu ein, ein starkes Zeichen für Toleranz und Solidarität zu setzen und gemeinsam gegen die unmenschliche Asylpolitik der Bundesregierung wie auch gegen die rassistische Hetze von FPÖ und Strache auf die Straße zu gehen!

Samstag, 14. November 2015
15 - 17 Uhr, Martin Luther Platz, 4020 Linz


AKTION:

Bringt eure leeren Kartons und Schuhschachteln! Wir errichten am Martin-Luther-Platz eine symbolische Mauer, um diese dann gemeinsam einzureißen. Damit wollen wir ein zeichensetzen: Um Österreich und Europa keine Mauer!

UNSERE FORDERUNGEN:

60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht und als Reaktion richtet Merkel Transit-Zonen ein, Mikl-Leitner will Zäune um Österreich bauen und die EU-Politik investiert weiter in die Abschottung der Festung Europa. Auf der "Balkanroute" gehen die Staaten mit Polizei und Militär auf Flüchtlinge los, alles um hiesige Profite zu schützen. Die EU-Staaten lassen Flüchtlinge sprichwörtlich im Regen stehen. Das einzige, was die humanitäre Katastrophe zur Zeit eindämmt, sind die tausenden freiwilligen HelferInnen und AktivistInnen. Die Welle der Solidarität ist riesig.

Etablierte Politik lässt nicht nur die Flüchtlinge im Stich, sondern betreibt unabhängig davon schon lange Kürzungspolitik gegen die hier lebenden Menschen. Dadurch erzeugen sie eine fatale Stimmung: Die FPÖ profitiert weiterhin von der berechtigten Wut der WählerInnen und aus Angst mehr Stimmen zu verlieren, rücken die regierenden Parteien weiterhin nach rechts. Sie setzten damit die Politik für die der FPÖ um, wie man an geplanten Verschärfungen in der Asylgesetzgebung sehen kann.

Ohne anzuerkennen, dass es die als "humanitäre Interventionen" maskierten Ölkriege der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten in der EU waren, die in vielen Heimatländer der Flüchtlinge verbrannte Erde hinterlassen haben, ganze Regionen destabilisiert und auch den BürgerInnenkrieg in Syrien immer weiter angeheizt haben. Geschweige denn, dass österreichische Unternehmen sind die durch den Export von Waffen, Geschäfte mit Diktaturen und Korruption (mit) Schuld daran tragen, dass Menschen fliehen müssen. Die Fluchtverursacher müssen nicht nur zur Kasse gebeten werden, um die Konsequenzen ihres Handelns zu finanzieren, es muss diesen Geschäftspraktiken etwas entgegen gesetzt werden! Denn wer von Flüchtlingen spricht darf kriegerisches, von Profitgier und geopolitischen Interessen getriebenes Handeln nicht ignorieren. Denn eine Asylrechtsverschärfung und Zäune werden dies nicht verändern. Wir werden die Probleme nur dann lösen können, wenn westliche Staaten endlich damit aufhören, große Teile des Nahen und Mittleren Osten in einen Brandherd zu verwandeln - es muss endlich Schluss damit sein, dass aus Kriegen und der Ausbeutung des globalen Südens, Profite in unvorstellbarer Höhe eingefahren werden!

Doch stattdessen ist die Rede davon, dass nicht genug für alle da sei und die Belastungsgrenze erreicht ist.

Die Antwort auf solche Behauptungen muss lauten: Es gibt genug Reichtum in Österreich und in der EU. Doch der Reichtum ist ungleich verteilt, das reichste 1 % in Österreich besitzt rund 500 Milliarden Euro und somit etwa 40 % des Bruttovermögens. Es gibt genug Geld für öffentliche Investitionsprogramme in Arbeitsmarkt, Wohnbau, Öffis, Bildung und Gesundheit ebenso wie Flüchtlingsversorgung.
Ein Umlenken in dieser Praxis können wir nur gemeinsam erkämpfen! Werde aktiv! Komm zum Aktionstreffen!

Sichere Fluchtwege schaffen!
Nötige Ressourcen für eine gute Flüchtlingsbetreuung bereitstellen!
Keine Abschiebungen! Bleiberecht für alle!
Fluchtursachen bekämpfen nicht Flüchtlinge!
Kein NATO-Kriegseinsatz!


SPENDEN!

Das Bündnis "Linz gegen Rechts" sammelt Spenden und kann damit Flüchtlingen auf regionaler Ebene, sofort und unkompliziert helfen. Zum Beispiel unterstützen wir gerade Umbauarbeiten eines Flüchtlingsheims in der Nähe von Linz. Auch auf der Aktion am 14.11. kannst du Sach- und Geldspenden abgeben und sammeln helfen!

Hier erfährst du, welche Sachen aktuell gebraucht werden: http://www.volkshilfe-ooe.at/spenden-fuer-fluchtlinge/

:: Bündnis Linz gegen Rechts