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Quellenangabe:
Donnerstags-Demo gegen Schwarz-Blau! Jeder Tag ist Tag X! (vom 24.10.2017),
URL: http://no-racism.net/article/5270/, besucht am 24.11.2017

[24. Oct 2017]

Donnerstags-Demo gegen Schwarz-Blau! Jeder Tag ist Tag X!

Am Donnerstag 19. Oktober 2017 fand einen unangemeldete Demonstration unter dem Motto "Nie wieder Schwarz-Blau! Jeder Tag ist Tag X!" in Wien statt. Der nächste Treffpunkt zum Revival der Donnestagsdemos ist am 26. Oktober um 19 Uhr vorm Parlament in Wien.

Jeder Tag ist Tag X! - Aufruf zur Donnerstagsdemo am 26. Oktober


Am Donnerstag 19. Oktober 2017 fand einen unangemeldete Demonstration unter dem Motto "Nie wieder Schwarz-Blau! Jeder Tag ist Tag X!" in Wien statt. Nach grandiosem Start mit Feuerwerk setzten sich ca. 300-400 Leute gegen 19:45 Uhr auf dem Ring in Bewegung Richtung Schottentor und verwendeten dabei die gesamte Fahrbahn. Am Schottentor kam dann das erste Bullenauto dazu und setzte sich vor die Demo. Es ging weiter die Herrengasse entlang, wo die Polizei immer wieder versuchte, sich an den Anfang der Demo zu setzen, es aber nicht schaffte - die Demo wich immer wieder spontan in andere Richtungen aus, lief durch enge Gassen im 1. Bezirk, wo auch das Material von Baustellen und Mülltonnen auf die Straße gezerrt wurde, um ein Weiterfahren der Polizeiautos zu verhindern.

Als die Demo beim Burgtheater wieder auf den Ring lief, war bereits mehr Polizei vor Ort (ca. 10 Autos inkl. WEGA), sie stiegen aus und versuchten die Demo zu umstellen. Es kam zu Geschubse und Handgemenge, damit zerstreute sich die Menge und bis dato sind keine Festnahmen oder Identitätsfeststellungen bekannt. Falls doch, hier gibt's Infos zu Rechtlichem und zur (möglichen) weiteren Vorgehensweise :: at.rechtsinfokollektiv.org.

Heute waren die Straßen die unseren, nehmen wir sie uns wieder!

Nächster Donnerstag (26.10.17) selbe Zeit, selber Ort:
um 19 Uhr vorm Parlament!

Anstatt die Nation Österreich zu feiern, tragen wir unsere Wut auf die Straße!
Gegen Schwarz-Blau!
Jeder Tag ist Tag X!




"Strache hetzt, Kurz schiebt ab, das ist das gleiche Rassist*innenpack"

Bericht zur "Donnerstagsdemo" am 19. Oktober aus der
WiderstandsChronologie von :: nochrichten.net:


Am Donnerstag, dem 19. Oktober, fand am Abend eine erste Donnerstagsdemo statt. Vorbild dafür waren die Donnerstagsdemos, die ab dem Feber 2000 wöchentlich gegen die damalige schwarzblaue Regierung durchgeführt wurden. Um 19 Uhr versammelten sich 160 Personen vor dem Parlament und zogen danach spontan, ohne vorherige Anzeige der Versammlung über Ring, Schottengasse und Herrengasse zuerst Richtung Innenministerium, schließlich wieder zurück zum Ring. Bei der Uni stürmte die Polizei plötzlich ohne Vorwarnung in die Demo und trieb die Anwesenden auseinander. Verletzt oder festgenommen wurde niemand. Das Vorgehen der Polizei verletzte dabei aber nach Auskunft einer Verfassungsjuristin das Versammlungsgesetz. Eine spontane Demonstration ist nicht unrechtmäßig, nur weil sie nicht fristgerecht angezeigt worden ist. Die Behörde hat die Möglichkeit, die Versammlung für aufgelöst zu erklären. Dann sind die Anwesenden verpflichtet, den Versammlungsort sogleich zu verlassen und auseinanderzugehen. Erst dann darf im Falle des Ungehorsams die Auflösung durch Anwendung von polizeilichen Zwangsmitteln in Vollzug gesetzt werden. Die Polizei hatte die Donnerstagsdemonstration aber zu keinem Zeitpunkt für aufgelöst erklärt.


Nachtrag:

Wir fragten dazu bei der Landespolizeidirektion Wien nach, bekamen die Antworten aber zu spät. um sie noch in die Sendung einbauen zu können (werden das nächste Woche nachholen):


Antwort der Pressestelle der LPD Wien:

Bleibt von meiner Seite festzuhalten, dass meine "Quellen" eigene Wahrnehmungen waren, und die Darstellung der LPD Wien meinen eigenen Wahrnehmung und allen Aussagen von Anwesenden, mit denen ich gesprochen habe, fast zur Gänze widerspricht. Dass die Versammlung nicht "angemeldet" worden war und keine Waffengebräuche stattfanden, kann ich bestätigen. Dass es keine Anzeigen gab, freut mich.