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Quellenangabe:
Donnerstagsdemo in Erinnerung an Marcus Omofuma (vom 10.05.2019),
URL: http://no-racism.net/article/5538/, besucht am 15.09.2019

[10. May 2019]

Donnerstagsdemo in Erinnerung an Marcus Omofuma

20 Jahre nachdem Marcus Omofuma bei seiner Abschiebung von der Polizei getötet wurde, demonstrierten 2000 Menschen im Rahmen der Donnerstagsdemo gegen schwarz-blau am 25. April 2019 in Wien gegen Abschiebungen, für offene Grenzen, für Seenotrettung und Menschenrechte für alle.

Am 25. April 2019 widmete sich die wöchentliche Donnerstagsdemo gegen die rechtsextreme Regierung in Wien dem Thema Abschiebungen. Wenige Tage vor dem 20. Todestag von Marcus Omofuma am 1. Mai beteiligten sich ca. 2000 Menschen an dem Protest und trugen die Solidarität und den Widerstand gegen die rassistische Abschiebungs- und Grenzpolitik lautstark auf die Straßen Wiens!





We will stay!


Unter dem Motto “Niemals vergessen! Nie wieder ist jetzt!” und “We will stay! We will rise!” versammelte sich die do! Demo am Oskar-Morgenstern-Platz in unmittelbarer Nähe zum Polizeianhaltezentrum, einem der Schubhaftgefängnisse.




Zu Beginn sprachen Henrie Dennis von Afro Rainbow Austria sprach über Marcus Omofuma, Flucht und Abschiebungen aus queerer Perspektive, Mohammed Reza Yaqubi über die Situation in und Abschiebungen nach Afghanistan, Selima und Salina über die Situation von Tschetschen_innen, die von Abschiebungen bedroht und betroffen sind sowie die Initiative Stop Deportations Vienna/Wiener Vernetzung gegen Abschiebungen über politische und aktivistische Strategien, um Abschiebungen zu verhindern.



Spontan entschloss sich Sulejman über seine 6 Monate in der Schubhaft und über seine Illegalisierung zu berichten.



Bei der Zwischenkundgebung am Platz der Menschenrechte vor dem Omofuma-Denkmal sprach der Schriftsteller und Aktivist Charles Ofoedu über die Tötung von Marcus Omofuma, die antirassistische Organisierung danach und die Operation Spring.




Am Endpunkt Schillerplatz sprachen Annika Zigelli von der Initiative Seebrücke Wien über das Sterben im Mittelmeer und den Kampf dagegen, die Menschenrechtsaktivistin, Feministin und Autorin Ishraga Mustafa Hamid gab ein Update über die Situation im Sudan und die Künstlerin, Studierende und Aktivistin gegen Rassismus und Kolonialismus Mariama Diallo sprach über den Zusammenhang von Fluchtgründen und kolonialer Ausbeutung.




Für die Musik während der Demo sorgten Zion Flex und DJ Yomamma.





Am 31. May 2019 in Wien: „SOS-Seenotgipfel – von der sicheren Überfahrt zur solidarischen Stadt“ - ab 11.00: Workshop / Inputs / Diskussion / Kinder / Tagesprogramm, ab 20.00: Nachtprogramm, :: mehr dazu hier.




Demo 1. Mai 2019 – 20 Jahre danach

Omofuma, das war Mord! Gegen rassistische Polizeigewalt
:: Mehr dazu im Aufruf


Quellen :: Do!Cast zur 27. Donnerstagsdemo (Zum Nachhören!), :: wiederdonnerstag.at, :: Twitter, :: nochrichten.net.
Fotos :: Twitter, :: wiederdonnerstag.at (Jakob Alexander, Marisel Bongola, Sue Gerger).