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Quellenangabe:
Presseaussendung: Erneute Besetzung des Areals hinter dem Narrenturm (vom 13.08.2004),
URL: http://no-racism.net/article/914/, besucht am 12.08.2020

[13. Aug 2004]

Presseaussendung: Erneute Besetzung des Areals hinter dem Narrenturm

Am Freitag den 13.08.04 wurde das leerstehende Areal hinter dem Narrenturm erneut besetzt. Auf dem Gelände wird ein offenes soziales Zentrum entstehen.

Mit den Renovierungsarbeiten an dem seit zehn Jahren ungenutzten Gebäude wurde bereits begonnen, daneben gibt es ein dichtes Kulturprogramm für die nächsten Tage, an dem unter anderem Hermes Phettberg und Hubsi Kramar teilnehmen werden.

Vorgeschichte:
Am 10.07.2004 besetzte die Gruppe Freiraum ein seit 10 Jahren leerstehendes Objekt hinter dem Narrenturm (altes AKH, Hof 13) um ein selbstverwaltetes Sozial- und Kulturzentrum einzurichten. Schon innerhalb der zwei Tage dauernden Besetzung fanden Konzerte und eine Ausstellung statt. Weitere Pläne umfassten unter anderem einen autonomen Frauenraum, eine freie Kindergruppe, einen Kostnix-Laden sowie Cafe mit offener Küche. Auf Ersuchen der Universitätsverwaltung kam es am 12.07.2004 zur brutalen Räumung durch die Sondereinheit der Wiener Polizei WEGA.

Die Universität gibt an, dass das betreffende Gebäude einsturzgefährdet sei, kann aber kein entsprechendes Gutachten dazu aufweisen. Die Statikerin der Gruppe Freiraum hat die Bausubstanz eingehend geprüft und versichert, dass keine Gefahr besteht. Die Universitätsleitung verweigert jedoch weiterhin jedes Gespräch mit der Gruppe Freiraum.

Nachdem alle Verhandlungsversuche zurückgewiesen wurden, hat sich die Gruppe Freiraum dazu entschlossen das Areal erneut zu besetzen.

Ein offizielles städtebauliches Gutachten der MA18 von 1972 sieht für das alte AKH einen offenen, belebten Raum der öffentlichen Begegnung vor, in der Praxis wird das Gelände allerdings ausschließlich als MÃŒllplatz genutzt. Dieser öffentliche Raum darf nicht länger als Mistplatz missbraucht werden, sondern muss neu belebt werden, sodass ein offenes Zentrum, in dem Projekte realisiert werden können, die sonst keinen Raum finden, entstehen kann.
Wir nehmen uns diesen Platz zurück um dort ein offenes Zentrum aufzubauen, in dem alle willkommen sind, die Interesse daran haben gemeinsam mit uns etwas aufzubauen! Hier soll ein bunter Ort entstehen, der von allen, die ihn nützen mitgestaltet wird und in dem bestehende verhältnisse analysiert und Alternativen entworfen werden können.

Wir laden alle Menschen ein sich an diesem Prozess zu beteiligen oder uns zu unterstützen!

Wir laden auch das RektorInnenteam ein uns zu besuchen und sich selbst davon zu überzeugen dass es sich bei uns nicht um eine anonyme Gruppe handelt, wie sie uns vorgeworfen haben und was als Ausrede für nicht stattgefundene Verhandlungen benützt wird. Bei der Gruppe Freiraum handelt es sich um Menschen, die bereit sind ihre Ideen, Träume, Ziele und Pläne in die Tat umzusetzen.


Rückfrage: im Areal: 0699 111 95 232
Mobil: 0699 10245846
Mail: gruppe_freiraum (at) gmx.net