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Quellenangabe:
Alarm für die Wächterin - Lichteraktion vor dem Burgtheater (vom 18.01.2007),
URL: http://no-racism.net/article/1964/, besucht am 23.10.2019

[18. Jan 2007]

Alarm für die Wächterin - Lichteraktion vor dem Burgtheater

Am 17. Jan 2007 demonstrierten mehrere Frauen bei der Wächterin, einem Denkmal dass im Jahr 2000 in Folge der Regierungskoalition aus FPÖVP aufgestellt worden war. Diesmal richtete sich der Protest gegen die Koalition aus SPÖVP.

Die Aktion ging von der Künstlerin Ulrike Truger, deren Skulptur "Wächterin" seit März 2000 vor dem Burgtheater als Zeichen der "Wachsamkeit gegenüber den politischen Veränderungen in Österreich" auf einer kleinen Wiese vor dem Burgtheater in Wien steht. Ein weiteres Denkmal der Künstlerin steht am Fuße der Mariahilferstraße: Der :: Marcus Omofuma Stein erinnert an die Toten der rassistischen Abschottungspolitik.

Mit der Aktion am 17. Jänner 2007 solidarisierten sich die anwesenden Frauen mit den Protesten der Studierenden. Sie hatten rund um die Skulptur mehrere Blink-Lichter aufgestell, zusätzlich wurde Musik gespielt und Flugblätter der Künstlerin verteilt, deren Text wir hier dokumentieren:

ALARM FÜR DIE WÄCHTERIN - lichtaktion vor dem burgtheater
mittwoch, 17. jänner 2007 von 17-19 uhr

die WÄCHTERIN - seit der gründung der schwarz-blauen koalition im märz 2000 als symbol der wachsamkeit vor dem burgtheater positioniert - ist alamiert:
erneut wurde eine koalition unter bedenklichen voraussetzungen gegründet. der bruch von wahlversprechen und dessen bagatellisierung, insbesondere auf kosten der studierenden österreichs, als start in eine legislatur-periode kann nur als bedenklich und alarmierend betrachtet werden.
mit meiner licht-installation bei meiner skulptur WÄCHTERIN weise ich auf die unfertigkeit (baustelle) des themas studiengebühren hin und solidarisiere mich mit den studenten in ihrem kampf um eine faire lösung.

wien, am 17. jänner 2007