Stromabschaltung im Afrikadorf
23.07.2003
no-racism.net | Rassismus und Festung Europa

       

ai zum Tod von Seibane Wague

Stromabschaltung im Afrikadorf

Erneuter Brandanschlag auf das Afrikadorf

Schwere Vorwürfe gegen Polizei und Rettung nach dem Tod von Seibane Wague

Bericht von Demo und Mahnwache für Seibane Wague
(18.07.2003)


Stellungnahme der GEMMI zum Tod von Seibane Wague
(18.07.2003)





Schwerpunkt auf www.no-racism.net:
Rassismus tötet!
Zum Tod von Marcus Omofuma am 1. Mai 1999

  zumindest seit gestern (dienstag 22. juli) ist das afrika kulturdorf ohne strom. das stadtgartenamt soll den verantwortlichen nahegelegt haben, das afrikakulturdorf zuzusperren und zu schleifen.

nach zwei brandanschlägen und einem institutionellen mord soll jetzt der tatort verschwinden und alles wie üblich vertuscht werden? wo bleibt die lückenlose aufklärung der brandanschläge, warum wird das dorf nicht genügend geschützt, warum wurden und werden der initiative nicht genügend ressourcen zur verfügung gestellt, um weiter konstruktiv arbeiten zu können? soll jetzt alles vertuscht werden, weg mit dem dorf und alles vergessen? was ist mit den menschen, die dort monatelang viel arbeit investiert haben, die sich dort einen ort der begegnung aufbauen, dieser ort soll jetzt verschwinden?

wir verstehen es als unser gemeinsames amliegen, gerade jetzt, nach dem mord an cheibane, das afrika kulturdorf voll und ganz zu unterstützen, wenn das gewünscht wird. lassen wir die menschen, die von anfang an bei dem projekt dabei waren nicht alleine. unseres wissens nach wollen leute, die dort arbeiten, das afrika kulturdorf erhalten, um dort weiter aktiv zu sein. wir fordern die gemeinde wien auf, dem dorf die nötigen ressourcen umsonst zur verfügung zu stellen und das projekt nicht abzudrehen. wir bitten alle, sich weiter zu informieren und in ihren möglichkeiten die bürokraten und politikerInnen mit diesen fragen zu konfrontieren. wir schlagen für demo gegen den institutionalisierten rassismus am freitag 25. juli 17:00 westbahnhof eine weitere forderung vor: die erhaltung des afrikakulturdorfes, als ort der begegnung, als memorial und als zeichen für den widerstand gegen institutionellen rassismus. der weiterbestand des afrikakulturdorfs ist ein zeichen dafür, dass wir keine weiteren toten mehr hinnehmen und dafür, dass cheibanes tod nicht vergessen wird.

jetzt erst recht.

no justice, no peace.

GEMMI

 


link:

Afrika-Kulturdorf
   
 

www.no-racism.net