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[ 04. Dec 2003 // letzte änderung: 04. Dec 2003 ]

Offener Brief an die KPOe - EKH muss bleiben!

"Herr Baier, Sie treten im Namen der KPÖ auf und machen Angebote, die Sie
nicht machen können. Weder gehört Ihnen das Haus, noch wohnen Sie darin.
"Die Häuser denen, die darin wohnen!", ist eine kommunistische Parole."

 

An die KPÖ

Die KPÖ bietet Ute Bock das EKH an, unglaublich!

Herr Baier, Sie treten im Namen der KPÖ auf und machen Angebote, die Sie nicht machen können. Weder gehört Ihnen das Haus, noch wohnen Sie darin. "Die Häuser denen, die darin wohnen!", ist eine kommunistische Parole.

Wieso kommt die KPÖ nicht auf das Naheliegendste, nämlich das EKH den
BewohnerInnen und BenützerInnen zu lassen und Ute Bock darin zu
unterstützen, die Stadt Wien zu zwingen, Häuser für MigrantInnen
und AsylwerberInnen bereitzustellen.

Und die absurde Idee die Stadt Wien soll das EKH übernehmen!

Das Szenario: Die Stadt Wien übernimmt das EKH, "unbequeme"
BewohnerInnen werden zum Auszug gezwungen, dann der grosse Auftritt von Herrn Baier als Vermittler, "keine Gewalt", rufend. Nein danke!

Zur Erinnerung: in Graz konnte die KPÖ vorwiegend deshalb soviele
Stimmen zählen, weil sie das Wohnproblem als Wahlkampfthema hatten. Aber Wien ist anders ... oder doch nicht? In Wien hat die KPÖ vor, Menschen auf die Strasse zu setzen, Kulturprojekte abzudrehen, Möglichkeiten zur Veränderungen zu stoppen. Das erinnert an die Vorgangsweise der rot/schwarzen Regierung, an Gassergasse, Ägidi/Spalo, Rotstilzchen...

"Spekulation vor Leben!" statt "Eine andere Welt ist möglich!"

Dabei dreht sich alles ums liebe Geld, wenn mensch Herrn Baier bei einer
Versammlung am 4.11.03 im EKH zuhört: "Wenn das Haus Geld
erwirtschaftet, wäre es kein Problem, dass das EKH EKH bleibt". Das ist
ein Irrtum, Herr Baier, wenn das EKH gezwungen wird, Geld
zuerwirtschaften, bleibt es auf keinen Fall das EKH sondern wird zu
einem AsylantInnenheim, einer Veranstaltungshalle oder zu einer
Jugendherberge.

Das EKH aber ist ein einzigartiges Projekt. tägliche Praxis ist hier:
Zusammentreffen von unterschiedlichsten Kulturen beim Wohnen und bei
Veranstaltungen, die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen
politischen Vorstellungen bei verschiedenen ökonomischen
Voraussetzungen. Das alles mit viel Arbeitseinsatz, sowohl handwerklich
als sozialarbeiterisch und auch mit VergnÃ?gen und Spass.

Und alles unter einem Dach!

Das EKH ist ein Soziales Zentrum, mit gelebter Praxis! Das EKH muß
bleiben!

Es drängt sich die Frage auf: wofür braucht eine kommunistische Partei
soviel Geld. Ein aufgeblasener Bürokratenapparat der sich am
partei-politischen Roulette beteiligen will? Herr Baier, wie können Sie
sich auf diversen Social Foren als Linker und Kommunist verkaufen, sich
auch noch als Begünder des ASF bezeichnen, wenn Sie agieren wie ein
Kapitalist.

Wir fordern: die KPÖ lässt das EKH in Ruhe und deckt ihre Schulden
(woher die auch immer kommen mögen?) nicht auf Kosten von Menschen und Projekten ab! Ansonsten fordern wir die KPÖ auf, den Namen
"kommunistisch" abzugeben und sich umzutaufen in KPÖ "Kapitalistische
Partei Österreichs".

Da wir uns in der Parteistruktur der KPÖ nicht auskennen, uns die Namen der EntscheidungsträgerInnen nicht so ganz klar sind, aber Walter Baier bekannt ist, als Verhandler im EKH aufgetreten ist und mit ach und krach beim letzten Parteitag als Vorsitzender gewählt wurde, wird dieser namentlich benannt.


Das EKH muss bleiben!!!

GEMMI

Gesellschaft für Menschenrechte von Marginalisierten und ImmigrantInnen

c/o 1070, Stiftgasse 8