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[ 03. Jun 2001 ]

Rassistischer Angriff in Favoriten

Am 2.6.01 wurden bei einer resultatlosen Drogenkontrolle zwei Personen von Polizeihund krankenhausreif gebissen

 

Gestern, 2.Juni kam es in der Naehe des Suedbahnhofgelaendes zu einem rassistischen Ueberfall der Polizei auf drei junge Menschen. Kriminalpolizei im Zivilauto stoppte das Auto der drei, einige Einsatzwaegen sperrten die Strasse ab, waehrend die Paesse der drei zerlegt wurden. Da an den Paessen nichts beanstandet werden konnte, wurde ein Drogenhund samt Zubehoer angefordert.
Waehrend der gesamten Kontrolle waren die drei von 6 bis 20
PolizistInnen umzingelt. Der Drogenhund konnte ebenfalls nichts finden. Warum die Amtshandlung spaetestens zu diesem Zeitpunkt nicht abgebrochen wurde, ist ein Raetsel.

Dass der Drogenhund nicht an der Leine gefuehrt wurde und ploetzlich eine der dreien, die Frau, anfiel und in den Bauch biss, ist in der Verantwortung des Hundebullen zu suchen. Dass der Hund dannach immer noch nicht angeleint wurde, sonderen noch einen zweiten der drei Angehaltenen in die Hand biss, kann wohl nicht mehr fahrlaessig genannt werden.

Nachdem sich die Zahl der bislang drei Passantinnen, fuer die schon ein eigenes Einsatzkommando angefordert wurde, erhoeht hatte, blockierten 11 (!) Einsatzwaegen mit ihrem Inhalt die Strasse.
Auf Intervention von PassantInnen wurde eine Rettung geholt, das Kommen eines Amtsartztes, sowie die Herausgabe der Dienstnummer des Hundebullen wurde von diesem Polizeiueberaufgebot verweigert, ZeugInnen auf die andere
Strassenseite abgedraengt.

Die zwei Verletzten wurden mit der Rettung ins Spital gebracht, die Polizei zog ab, ohne irgendwelche Anzeigen erstattet zu haben.
Als Grund der ganzen Amtshandlung verlautbarte ein haemischer Zivilpolizist, dass " ana am Suedbahnhof a Lieferung erwoartet"...
Rassistische Motive, die zur Anhaltung genau dieses Autos gefuehrt haetten, schloss er aus....

Drei Menschen mit dunkler Hautfarbe wollten einen Besuch in Wien machen und werden von polizei in zivil ueberfallen, die immer noch dem Konstrukt der "afrikanischen Drogenmafia" nachjagen. Das Ergebnis dieser uebereifrigen Polizeiaktion 2 Verletzte und ein gefaehrlicher Kampfhunde"halter" der sicher nicht wegen Koerperverletzung verurteilt wird.

Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!