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[ 24. Nov 2017 ]

Freiheit und Gerechtigkeit für Migrant*innen und Flüchtende in Libyen!

Protestkundgebung vor der libyschen Botschaft, Blaasstr. 33, 1190 Wien am Samstag, 25. November 2017 ab 09:30 Uhr.

 

Bereits seit Monaten ist bekannt, dass in Libyen durch von der EU finanzierte Milizen afrikanische Migrant*innen und Menschen auf der Flucht versklavt, verkauft, vergewaltigt, gefoltert und oftmals ermordet werden.

In vielen Städten in Afrika und auf der ganzen Welt gehen in diesen Tagen viele tausende von Menschen gegen dieses schreckliche und barbarische Unrecht auf die Straße, das in Libyen mit Finanzierung aus Europa an Afrikaner*innen, an Menschen auf der Flucht verübt wird.

Auch in Wien wollen wir unsere Stimme erheben: Schluss mit der Versklavung, Folterung, Vergewaltigung und Ermordung von Migrant*innen und Flüchtenden in Libyen! Der erste und dringendste Schritt dazu: die Staaten der EU müssen umgehend damit aufhören, libysche Milizen zu finanzieren und aufzurüsten, um Migrant*innen und Menschen auf der Flucht an der Weiterreise nach Europa zu hindern! Menschen die versuchen, über das Mittelmeer zu flüchten, dürfen keinen Tag länger gewaltsam in Libyen festgehalten oder dorthin abgeschoben werden!

Auch Österreich, dessen führende Politiker*innen gerne lautstark die Schließung der Mittelmeerroute und die Schließung afrikanischer Migrationsrouten fordern, ist mitverantwortlich für das Unrecht in Libyen.

Sebastian Kurz beispielsweise, österreichischer Außenminister und vermutlich künftiger Bundeskanzler, möchte seinem Verständnis von europäischen Werten entsprechend, die Migration von Menschen aus Afrika Richtung Europa durch Internierungslager auf afrikanischem Boden und militärische Abriegelung der Reisewege unterbinden - dafür ist ihm kein Deal und keine Kollaboration zu schmutzig.

Europa hat kein Recht, Versklavung, Folter, Vergewaltigung und Mord in Libyen zu finanzieren! Europa hat kein Recht, Afrikas Grenzen zu schließen! Schluss mit menschenverachtender Migrationspolitik.

Leute erhebt euch, es braucht einen Aufschrei!