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[ 10. Oct 2013 ]

Kriminalisierter von Widerstand gegen Abschiebung - Unterstützt S.

Kein Mensch ist illegal

Am 28. Juli 2013 wurden acht Personen der Wiener Refugee-Bewegung festgenommen und innerhalb der folgenden zwei Tage abgeschoben. Eine Aktivistin steht nun am 15. Oktober 2013 wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt in Korneuburg vor Gericht. Kommt und unterstützt sie!

 

Seit fast einem Jahr kämpften die Aktivisten für Bewegungsfreiheit, gegen das Grenzregime der EU und das österreichische Asylsystem. Regierung und Polizei beantworteten die Proteste mit der Abschiebung der acht Menschen.

Die Reaktion der Bewegung waren zahlreiche Protestaktionen.

Blockadeversuche der Transporter, die die Betroffenen zum Flughafen bringen sollten, wurden von der Polizei brutal geräumt - doch der Protest ging am Flughafen weiter, durch Flyer und Transparente sollte auf die Abschiebungen aufmerksam gemacht werden.

S., die sich an Bord eines der Abschiebeflüge befand, protestierte gegen die Abschiebung, woraufhin sie gewaltsam festgenommen wurde. Jetzt wird ihr Widerstand gegen die Staatsgewalt vorgeworfen. Deswegen hat sie am 15. Oktober 2013 einen Prozess im Landesgericht Korneuburg und wünscht sich solidarische Prozessbeobachtung.

Wir lassen S. nicht alleine, sie ist nicht die Einzige, die im Zuge der Proteste von Repression betroffen ist. Und das ist kein Zufall: Solches Vorgehen gegen Einzelne dient als Repression gegen uns alle.

Deswegen werden wir am 15. Oktober gemeinsam nach Korneuburg fahren und freuen uns, wenn noch mehr Leute mitkommen.

Der Treffpunkt für die gemeinsame Anfahrt nach Korneuburg ist am 15. Oktober um 11:20 beim Bahnhof Praterstern vor dem Infoschalter der Wiener Linien. Der Zug geht dann um 11:35.

Der Prozess findet um 13:15 Uhr im Landesgericht Korneuburg, Landesgerichtsplatz 1, 2100 Korneuburg. Saal 15, Zimmer Nummer LG 042, Erdgeschoß, statt.

Wenn ihr S. unterstützen wollt, schreibt gerne auch an support.s (at) riseup.net - ihr könnt Solistatements schreiben, diesen Artikel vervielfältigen, eure Sparbücher auflösen und für die AnwältInnenkosten spenden, Aktionen organisieren, oder selbst kreativ werden. Falls ihr Fragen habt oder Mitfahrgelegenheiten zum Prozess anbieten könnt, meldet euch bitte auch.

No Border! No Nation! Stop Deportations!

Fight Repression!