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[ 21. Feb 2010 ]

Über den Belang spontaner Demos - Pariser Balladen gegen die Abschiebemaschine

spontan spazieren gehen

Dezember 2009 - Februar 2010: Seit einiger Zeit werden kleine "sauvage" Demos gegen die Abschiebemaschine und aus Solidarität mit den Beschuldigten der Revolte von Vincennes durchgeführt.

 

Das Prinzip besteht darin, sich unter der Hand auf einen Ort zum Spazieren zu verabreden und dabei moderne Überwachungskanäle zu vermeiden wie Handys oder Internet. Darauf folgt ein ein bis zweistündiges Umherschlendern einiger dutzend Leute in Wohnvierteln, begleitet von Transpi, Aneignung der Straße, Sprechtüte, Parolen, Verteilung von Flugblättern und Diskussionen mit Anwohner_innen und Passant_innen, massives Plakatieren und Tags, die die Wände umgestalten...

Es wird schnell klar, dass sogar mit gerade mal 20 Leuten eine nicht zu vernachlässigende Kraft entsteht. Die Kibarei, auch wenn sie mehr oder weniger schnell versteht was abgeht, hat große Schwierigkeiten einzugreifen, angesichts dessen, dass sich ein entsprechendes Aufgebot nicht ausreichend schnell einsätzen lässt. Die Entschlossenheit der Demonstrant_innen hilft ihr dabei auch nicht.

Wenn auf der anderen Seite betrachtet wird, was für Aufgebote bei öffentlich beworbenen Demos mobilisiert werden, egal ob diese erlaubt oder verboten sind, kann gesagt werden, dass sich die Aktionsform der "Offensiven Ballade" anbietet, aufgegriffen zu werden. Und dass sie sich bei jeder Angelegenheit angeeignet werden kann...

Nehmen wir uns die Straßen zurück!

Artikel bearbeitet übernommen von :: linksunten.indymedia.org, 19. Feb 2010, französisches Original :: nantes.indymedia.org, 18. Feb 2010