Am 1. Mai 1999 knebelten und fesselten drei Polizisten Marcus Omofuma im Zuge seiner zwangsweisen Abschiebung aus Österreich. Am Sitz des Flugzeugs festgezerrt, Mund und Nase mit Klebeband verschlossen, erstickte Marcus Omofuma qualvoll.
Der tragische Tod von Marcus Omofuma am 1. Mai 1999 und die "Operation Spring" verdeutlichten bereits, dass in Österreich ein "anderer Wind weht". Besorgnis über die Auswirkungen der schwarz-blauen (Heute Schwarz-Orange) Regierung macht sich breit.
Der Text wurde übernommen von www.afrikanet.info.
"Sterbevorgang" nach Ansicht der Anwälte der Republik Österreich zu kurz um angemessenes Schmerzensgeld zu rechtfertigen.
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Redebeitrag auf der Demonstration gegen Abschiebungen am 1. Mai 2000 in Jena, BRD, im Rahmen des Flüchtlingskongresses "united against deportations".
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Nach dem "Quasi-Freispruch" fuer die drei Fremdenpolizisten zieht der als Reaktion auf den Tod Marcus Omofumas gegründete :: Menschenrechtsbeirat nach 3 Jahren des Bestehens Bilanz. Eingerichtet wurde der Beirat 1999 angesichts des Berichtes des Anti-Folter-Komitees des Europarates über das "ernsthafte Risiko der Misshandlung" für in Österreich angehaltene Personen Anfang der 90er-Jahre unmittlebar nach dem Tod Marcus Omofumas. Heute spiele dies "Gott sei Dank keine Rolle, wir haben nichts vorgefunden".
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Zwei Jahre und neun Monate nach dem Erstickungstod des nigerianischen Schubhäftlings Marcus Omofuma liegt nun der erste amtliche Entscheid vor: Die fremdenpolizeilichen Massnahmen wie Mundverkleben und Fesseln waren "rechtswidrig". Diese Feststellung traf der Unabhängige Verwaltungssenat (UVS) in Wien.
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Das rechtsmedizinische Gutachten zur Frage nach der Todesursache Marcus Omofumas von Obergutachter Prof. Dr. med. B. Brinkmann (Münster) bestätigt einen Tod durch Ersticken.
In den letzten Wochen sind einige neue Details rund um den Tod von Marcus Omofuma bekanntgeworden. Die Todesursache ist nach der Fertigstellung des Österreichischen Gutachtens plötzlich nicht mehr so klar. Niederländische ZeugInnen berichteten in einem Interview über ihre Einvernahme bei Gericht und ihre Beobachtungen im Flugzeug.
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Am 05. 02. 2001 wurde die Suspendierung der drei Polizeibeamten, die Marcus Omofuma im Flugzeug gefesselt und geknebelt hatten - und daher vermutlich für seinen Tod verantwotlich sind - aufgehoben. (1) Anwalt Farid Rifat argumentierte mit der langen Verfahrensdauer. Das Disziplinarverfahren gegen die Verdächtigen bleibt aber aufrecht, erklärte der Pressesprecher des Generaldirektors für die öffentliche Sicherheit, Erik Buxbaum. (APA-Meldung vom 5.2.2001 und Aussendung der Grünen).
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Volltext der VfGh-Entscheidung
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Artikel aus dem Standard zur Entscheidung des VfGH über Ansprüche der Hinterbliebenen und Menschenrechtsverletzungen
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