Thema: fluchtweg mittelmeer
Im August 2007 retteten sie Menschen aus Seenot. Dafür wurden 7 Fischer aus Tunesien in Italien wegen "Beihilfe zur illegalen Einreise" angeklagt und im November 2009 wegen angeblichen 'Widerstand gegen ein Kriegsschiff' verurteilt.
The case of Cap Anamur president Elias Bierdel and his crew.
2 Jahre Vorver- handlung und knapp drei Jahre Prozess hat es gekostet, nun hat das Gericht Agrigento die Angeklagten Elias Bierdel, Stefan Schmidt und Vladimir Daschkewitsch freigesprochen!
Es gibt etwas zu feiern an den Grenzen Europas: Jene Personen, die vor 3 Jahren 37 Bootsflüchtlinge aus ihrem Schlauchboot gerettet hatten, wurden vom Vorwurf der 'Beihilfe zur illegalen Einwanderung' freigesprochen
73 Menschen aus Eritra, Äthiopien und Nigeria finden im Kanal von Sizilien im August 2009 den Tod, weil weder Malta noch Italien zu einer Rettung bereit sind. Drei lange Wochen lässt man sie wissentlich verhungern, verdursten und ertrinken. Die Interessen- gemeinschaft "boatpmalital", gegründet von Verwandten der Opfer, will gegen dieses unmenschliche Handeln Europas vorgehen und die Leichen der Verstorbenen finden.
Das Urteil im Cap Anamur Prozess wurde auf Juli verschoben. Während dessen werden die Grenzen der Festung Europa weiter abgeschottet und nach Nordafrika verschoben.
Retter von Boots- flüchtlingen müssen in Italien mit vier Jahren Haft rechnen. Urteil ist kommende Woche zu erwarten. Ein Gespräch mit Fanny Dethloff.
PRO ASYL und Asyl in der Kirche zur Solidaritäts- kampagne für Kapitän Stefan Schmidt und Elias Bierdel von der Cap Anamur.
Unterstützung der Angeklagten im Cap Anamur Prozess und Veranstaltung mit dem angeklagten Elias Bierdel am 18. Mai 2009 in Wien und am 19. Mai in Oberpullendorf.
Nur langsam lässt sich nach vollziehen, was Ende März 2009 vor der libyschen Küste passiert ist.
On 29 March 2009, 30 km away from the Libyan coast, there was one of the largest shipwrecks in the history of immigration into Europe : out of three boats that set off from Libya, two sank and the third disappeared. Migreurop presse release, 01. Apr 2009.
Die EU-Grenzbehörde Frontex plant bekannterweise eine Kooperation mit Libyen, das bekannt ist für den skandalösen Umgang mit Flüchtlingen. Aufgrund Italiens 'Betroffenheit' (so der Innenminister) von Gestrandeten wird Frontex mit der Operation 'Nautilus' aktiv, um sie wieder nach Libyen zurück zu schieben. Laut Behörden ist es in den Wüsten-lagern 'schwierig', aber 'annehmbar'.
Kritische Doku über Boots- flüchtlinge zwischen Tunesien und Italien und die Fragen nach dem Schiffbruch der Bewegungsfreiheit am Offenen Meer, Premiere 09.01.2009 im Schikanederkino
Die europäische Asyl- und Migrationspolitik gehört auf die Anklagebank. Presseaussendung von PRO ASYL vom 13. Dez 2007.
Pro Asyl, amnesty international und das Forum Menschenrechte haben ein Gutachten in Auftrag gegeben, welches sich mit FRONTEX auseinandersetzt. Wir dokumentieren hier eine Zusammenfassung des Gutachtens zu menschen- und flüchtlingsrechtlichen Anforderungen an Maßnahmen der Grenzkontrolle auf See.
Am 08. Aug 2007 retteten Fischer aus Tunesien 44 Menschen in Seeenot und brachten sich zum nahen Ufer in Lampedusa. Nun stehen sie wegen "Menschenhandel" vor Gericht. Der folgende Bericht kritisiert die den Prozess begleitende Berichterstattung kommerzieller Medien, bei der Fakten verdreht werden, um MigrantInnen sowie deren RetterInnen zu kriminalisieren.
Der Prozess gegen sieben Fischer aus Tunesien in Italien, die wegen der Rettung von 44 Menschen in Seenot angeklagt sind, führte zu zahlreiche Reaktionen. Mit Solidaritäts Aktionen und Protestnoten wird die Einstellung der Verfahren und die Freilassung der Fischer gefordert.
Since August 22, 2007, seven Tunisian fishermen have been on trial before a court in Agrigento (Sicily), accused of "assisting illegal immigration", a crime punished by Italian law. They risk up to 15 years imprisonment.
Vor dem Gericht von Agrigent (Sizilien) müssen seit dem 22. August 2007 sieben tunesische Fischer erscheinen, die angeklagt sind, "illegale Einwanderung gefördert" zu haben. Sie riskieren bis zu 15 Jahren Gefängnis.
On 8 August, 2007, seven Tunisian fishermen were arrested at Lampedusa and their boats seized, having saved the lives of 44 migrants from rough seas 30 miles south of Lampedusa. The seven, the two captains of two fishing boats from Monastir and their five men crew, have been charged with having helped illegal immigrant trafficking.
Drei Tage lang wurden aufgrund des Streits um Zuständigkeit zwischen Malta und Libyen MigrantInnen aus Afrika im Boot und dann festgeklammert an ein Netz herumgeschleppt, ohne sie an Bord zu lassen und sie mit Essen und Trinken zu versorgen.
Dokumentation eines Artikels auf Telepolis vom 28.05.2007
Im Dezember präsentierte sich das Projekt »The Maghreb Connection« über Migration und Transnationalismus mit einer Ausstellung in der Townhouse Gallery in Kairo. Vom 23. Februar bis zum 22. April 2007 wird die Ausstellung im Genfer Centre d'Art Contemporain zu sehen sein. Das Projekt, an dem zwölf KünstlerInnen beteiligt sind, beschäftigt sich mit ungewöhnlichen Perspektiven auf die Migration innerhalb des Maghreb und von Afrika in Richtung Europa.
Studientag zum Thema: Menschenrechts- verletzungen an der Festung Europa am 1. Dezember 2006, 10:00-17:00 Uhr in der Österreichische Beamtenversicherung (ÖBV), Grillparzerstr. 11, 1010 Wien
Nach dem "Sturm der MigrantInnen auf Ceuta", 2005, verstärkt Spanien das technologische Abschottungssystem der südlichen Festungsfront Europas... "zum Schutz der MigrantInnen"
Italien, Spanien und Frankreich wollen enger zusammen- arbeiten und die Meere strenger überwachen. Schuld soll zum wiederholten Male die "illegale" Einwanderung sein.
Ca. 450 Personen demonstrierten am 5. und 6. November 2005 in Ceuta gegen die Abschottungspolitik der EU und wollen das noborder-Netzwerk ausbauen. Ein ausführlicher Bericht über die "Karawane gegen den Zaun - Kein Mensch ist illegal".
Dieser Redebeitrag wurde auf der Demonstration gegen die Festung Europa am 20. Okt 2005 in Wien von mo. gehalten. Er gibt einen Überblick über die Situation rund um die spanischen Enklaven Ceuta und Melilla.
Am 4., 5. und 6. November 2005 fährt der europäische Zug gegen den Zaun des Todes nach Ceuta ab.
The coming days 4, 5 and 6 of November 2005 departs to Ceuta the European Caravan against the Fence of death.
And beyond a high double trench, FORTRESS EUROPE sits and watches the ongoing tragedy of the "human avalanche".
Am 20. Oktober 2005 fand in Wien eine Demonstration gegen Abschiebungen und gegen die europäische Abschottungspolitik statt. Am 29.10.2005 ist internationaler Aktionstag gegen den Tod an der Grenze.
Am Donnerstag, 20. Oktober 2005, wird in Wien eine Demonstration stattfinden, um gegen Abschiebungen, gegen die europäische Abschottungspolitik und die Morde an der Grenze zu protestieren.
Donnerstag, 20. Oktober 2005; Treffpunkt 15 Uhr, Spanische Botschaft, Theresianumgasse 21, 1040 Wien
On 6 October 2005 six migrants were shot at the border between Morocco and Melilla again. Spain started with deportation to Morocco, Morocco itself stated with deportations of migrants to die in the desert. Both, spanish and moroccan authorities use massive violence against immigrants.
In the night of the 28th about 500 subsaharians immigrants tried to cross in masse the border between Marocco and Ceuta, 5 of them died. Police said it only used riot measures and that they must have died from injuries caused by the fences, now is revealed that they were shot with live amunition.
Als Ende August 2005 bekannt wurde, dass zwei Migranten von den spanischen Grenzschutz- truppen umgebracht wurden, kam die Situation in Mellila, einer Spanischen Enklave in Afrika zumindest in die unabhängigen und alternativen Medien. In den letzten Septembertagen versuchten erneut Tausende MigrantInnen die Zäune nach "Europa" zu überwinden. Einige Menschen wurden dabei erschossen.
Die griechische Regierung erwägt, zur Überwachung der Grenzen und zur Abwehr von illegalen Immigranten ein Satellitennetzwerk einzurichten.
Text übernommen von Telepolis
Von 27. bis 29. Sep 2005 findet ein Gipfeltreffen der Regierungen von Spanien und Marokko in Córdoba und Sevilla statt. Es geht um weitere Verschärfungen migrationsbehindernder Maßnahmen und den militärischen Ausbau der Grenzüberwachung. Proteste sind geplant.
Ein sehr umfangreicher Bericht der Forschungs- gesellschaft Flucht und Migration (FFM) in Berlin zur Situation von Flüchtlingen und MigrantInnen an der südlichen EU-Aussengrenze.
Am 29. August 2005 wurden zwei Migranten durch Angehörige der spanischen Guardia Civil ermordet. Die beiden versuchten gemeinsam mit anderen die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Enklave Melilla zu überqueren. Hier eine Klarstellung zu den Ereignissen aus Marokko.
Der Flüchtlingsrat Hamburg erfuhr zufällig von 22 kurdischen Bootsflüchtlingen, die sie seit 13. April ohne Licht auf der griechischen Insel eingesperrt sind und ohne Möglichkeit einer Asylantragstellung abgeschoben werden sollen.
Vor der Südküste Spaniens sind mindestens vier afrikanische Flüchtlinge ertrunken. Die Zahl der Toten könne sich noch erhöhen, weil noch ein Säugling vermisst werde, teilten Rettungskräfte in der südspanischen Provinz Cadiz mit.
Das UNHCR hat in einem Schreiben an die italienischen Behörden das Verfahren kritisiert, das zu der Abschiebung einer Gruppe von Asylsuchenden aus Italien führte.
Am 22. 7. sollten 27 der Cap Anamur Flüchtlinge nach Ghana ausgeflogen werden, 4 wehrten sich kurzfristig erfolgreich dagegen, doch auch sie wurden abgeschoben.
Die 22 Flüchtlinge aus dem Lager in Caltanisetta/Sizilien, wurden in das Erstaufnahmezentrum von Ponte Galeria in der Nähe von Rom gebracht. Von dort wurden am 21. Juli fünf Flüchtlinge nach Nigeria abgeschoben. Gleichzeitig gibt es eine Befürwortung eines humanitären Aufenthalts für die 22 von offiziellen Stellen.
Wir bedanken uns bei all denjenigen, die uns in dieser schwierigen Situation unterstützen und ihre solidarität bekunden. Wir haben mit Erleichterung erfahren, dass es eine große Anzahl engagierter und fairer Berichterstattung gegeben hat und gibt.
Nach mehr als dreiwöchiger Blockade durch die italienischen Behörden darf die "Cap Anamur" in Sizilien anlegen.
Aus dem geplanten EU-Schlag gegen das sogenannte Schlepperunwesen wurde ein Schlag ins Wasser.
Fünf Staaten der Europäischen Union haben bei einem Pilotprojekt zur Bekämpfung der "illegalen Einwanderung" offenbar einen Reinfall erlebt.
Ships from five European countries have begun patrolling the Mediterranean in an attempt to control the rising tide of foreign immigrants trying to enter Europe illegally.
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